
In der Fertigungshalle gehört die Reparatur von Werkzeugen nicht zum regulären Ablauf – es handelt sich dabei um eine Notfallsituation. Wenn eine Beschichtungsanlage, ein Ätzmodul oder ein Andockkopf ausfällt, kostet jedes versäumte Minute Zeit und beeinträchtigt den Zeitplan. Wenn die falsche Temperatur verwendet wird, entstehen Risiken wie Verformungen oder Verbrennungen sowie Partikel, mit denen man tagelang kämpfen muss. Unsere Infrarotheizgeräte wurden genau für solche Situationen entwickelt: Sie ermöglichen eine schnelle, wiederholbare Erwärmung zur Reparatur von Werkzeugen – ohne dass die Anforderungen einer Reinraumumgebung beeinträchtigt werden.
Technisch gesehen ist Kontrolle entscheidend. Wir verwenden Kurzwellen-Infrarotstrahlung mit schnell reagierenden Quarzelementen, damit die Temperatur stets konstant bleibt. In dem beheizten Bereich liegt die Homogenität bei ±0,1 °C – genau das, was benötigt wird, um Metalllegierungen zu stabilisieren, Oberflächen zu vergießen oder Klebstoffe zu härten. Diese Heizgeräte werden in Reinräumen der Klasse 1–100 eingesetzt. Dabei werden Materialien mit geringer Gasemission sowie eine abgeschlossene Optik verwendet, um die Partikelbildung auf ein Minimum zu reduzieren. Die Steuerung erfolgt über einen gekoppelten Sensor sowie eine Schnittstelle, die Zeit, Temperatur und Rampenprofile protokolliert, damit eine vollständige Nachvollziehbarkeit gewährleistet ist.
Bei der Reparatur von Werkzeugen braucht man eine Heizung, die zuverlässig funktioniert. Eine schnelle Erwärmung verkürzt die Bearbeitungszeit – anschließend muss die Temperatur konstant gehalten werden, ohne dass es zu Überschreitungen kommt. Unsere Infrarotheizgeräte erfüllen diese Anforderungen – dadurch sinkt die Anzahl der Nacharbeiten und die durchschnittliche Reparaturzeit wird kürzer. Der Energieverbrauch ist geringer als bei herkömmlichen Heizelementen, da die Energie nur dorthin geleitet wird, wohin der Strahl gerichtet ist. Zudem gibt es weniger Temperaturschwankungen – dadurch werden weniger fehlfunktionierende Bauteile produziert. Auch sind weniger Ersatzteile notwendig, da der thermische Prozess sicher ist.
Was die Einrichtung angeht, so sind Montage und Ausrichtung wichtig. Das Strahlprofil muss sauber sein – außerdem muss die Geometrie des Strahls zur Geometrie der Verbindungen oder Bauteile passen. Wir liefern dazu spezielle Halterungen sowie Daten zur Strahlgeometrie, damit Sie alles einmal einstellen können und danach weitermachen können. Die Inbetriebnahme ist kurz – voraussetzung ist jedoch, dass die Anforderungen bezüglich Reinraumbedingungen, elektromagnetischer Störungen und anderen Faktoren berücksichtigt werden. Für empfindliche Oberflächen sollte während der Hochtemperaturbehandlung ein Inertgas verwendet werden, um Oxidation zu vermeiden.